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Prof. Dr. F.-Ulrich Hartl
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F.-Ulrich Hartl erhält Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2019

16. Januar 2019

F.-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München, erhält dieses Jahr zusammen mit Arthur L. Horwich den renommierten Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2019. Hartl und sein US-amerikanischer Kollege Horwich von der Yale School of Medicine und dem Howard Hughes Medical Institute wird der Preis am 14. März in der  Frankfurter Paulskirche überreicht. Der Preis ist mit 120.000 EUR dotiert. Die beiden Forscher werden für ihre Pionierarbeit in der Erforschung der Proteinfaltung geehrt.

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F.-Ulrich Hartl

Proteine sind kleine molekulare Maschinen in den Zellen und übernehmen eine Vielzahl von Funktionen. Dafür müssen neu hergestellte Proteine in eine spezifische, dreidimensionale Struktur gefaltet werden. In den achtziger Jahren zeigte Hartl zusammen mit Kollegen, dass sich neu hergestellte Proteine nicht spontan in ihre funktionale Form falten, sondern Proteinfaltungs-helfer, die Chaperone, benötigen. Dies widersprach der damals gängigen Meinung.

Die Forscher entdeckten, dass bestimmte Chaperone käfigähnliche „Faltungsmaschinen“ sind. Diese Chaperone bieten den neu hergestellten Proteinen eine schützende Umgebung. Dort können sich die Proteine in ihre funktionelle Form falten. Fehlgefaltete Proteine sind eine Hauptursache für schwerwiegende neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Des Weiteren spielen Fehler in der Proteinfaltung eine entscheidende Rolle beim Altern.

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaetdter-Preis ehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich auf den von Paul Ehrlich vertretenen Forschungsgebieten besondere Verdienste erworben haben.

Über F.-Ulrich Hartl
F.-Ulrich Hartl wurde 1957 geboren und studierte Medizin an der Universität Heidelberg, wo er anschließend auch promovierte. Als wissenschaftlicher Assistent und dann Gruppenleiter wechselte er zu Walter Neupert an die Ludwig-Maximilians-Universität München. Ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermöglichte ihm einen ersten Forschungsaufenthalt an der University of California, Los Angeles. Als Professor und Investigator des Howard Hughes Medical Institute war er am Sloan-Kettering Institute und an der Cornell University in New York tätig. Im Jahr 1997 gelang es der Max-Planck-Gesellschaft den hochrangigen Wissenschaftler wieder nach Deutschland zurückzuholen. Seither leitet er am Max-Planck-Institut für Biochemie die Abteilung „Zelluläre Biochemie“. In den letzten Jahren wurden ihm eine Vielzahl von Wissenschaftspreisen zuerkannt, unter anderem, 2002 der Gottfried Wilhelm Leibniz Preis, 2011 der Albert-Lasker-Preis für grundlagenmedizinische Forschung und 2012 der Shaw-Preis zusammen mit Arthur L. Horwich und 2016 der Albany Medical Center-Preis zusammen mit Horwich und Susan Lee Lindquist. 2018 wurde Hartl in die Hall of Fame der deutschen Forschung aufgenommen.

Weitere Informationen finden sie in der Pressemeldung der Paul-Ehrlich-Stiftung:hier

 
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