2014

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Der menschliche Körper besitzt verschiedene Arten von Muskeln. Während der Herzmuskel Blut durch die Gefäße pumpt, können wir mit Hilfe der Skelettmuskeln Gewichte stemmen oder einen Marathon laufen. Durch einen speziell angepassten Bauplan sind die einzelnen Muskeln optimal für ihre jeweilige Funktion ausgerüstet. Diese Anpassungen kommen durch verschiedene Varianten der Protein-Bausteine zustande, die die kontraktilen Muskelmaschinen bilden: die Sarkomere. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben nun anhand von Flugmuskeln der Taufliege Drosophila ein wichtiges Prinzip entdeckt, das erklärt, wie die unterschiedlichen Proteinvarianten in den entsprechenden Muskeln produziert werden. Die Ergebnisse könnten in Zukunft helfen, Muskel- oder Herzerkrankungen besser zu verstehen und sind im Fachjournal EMBO Reports nachzulesen. mehr

Süße Repression

3. Dezember 2014

Ein Großteil der Proteine in unseren Zellen tragen kleine Anhängsel aus Zuckermolekülen, die wichtig für ihre Funktion sind. Eine bestimmte Klasse davon, das so genannte “O-GlcNAc”, ist sogar so wichtig, dass unsere Zellen ohne es gar nicht überleben können. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben nun einen bisher ungekannten Mechanismus entdeckt, der erklärt wie diese Zuckerreste auf die Proteine wirken und wie sie dadurch die Entwicklung unseres Körpers beeinflussen können. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Developmental Cell veröffentlicht. mehr

Die Entdeckung eines Sehpigments in der Zellmembran eines Archaebakteriums Anfang der 1970er-Jahre ist ausschließlich der Neugier eines Wissenschaftlers zu verdanken: Drei Jahre lang wollte die Scientific Community Dieter Oesterhelt nicht glauben. 40 Jahre nach seinen bahnbrechenden Arbeiten am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried avancieren Bacteriorhodopsin und das aus einer einzelligen Grünalge stammende Channelrhodopsin zu neuen Werkzeugen in der Neurobiologie. Text: Christina Beck mehr

Es sind kleine, haarige Strukturen und sie sitzen nahezu auf all unseren Zellen. Die Rede ist von sogenannten Zilien, die für eine Vielzahl von Körperfunktionen verantwortlich sind. Patienten, deren Zilien unvollständig sind, leiden unter anderem an Taubheit und ihre Nieren sind nicht mehr in der Lage, Blut zu reinigen. Diese Krankheit nennt sich Bardet-Biedl Syndrom. Forscher am MPI für Biochemie in Martinsried konnten jetzt einen grundlegenden Mechanismus dieser Krankheit aufklären und zeigen, dass dabei die für den Aufbau benötigten Bausteine nicht zu den Zilien transportiert werden. „Der von uns gezeigte Mechanismus erklärt, wie die gesunde Zelle die Zilien mit neuem Material versorgt und gibt Einblicke, wie fehlerhafte Zilien zu Krankheiten führen können“, sagt André Mourão, Erstautor der Studie. mehr

Die European Molecular Biology Organisation EMBO steht für europaweite Spitzenforschung in den Life Sciences. Sie unterstützt junge, talentierte Forscher bei ihrer Karriere und fördert gezielt den nationalen und internationalen wissenschaftlichen Austausch. Gemeinsam mit 26 jungen Wissenschaftlern wurde jetzt Thomas Wollert, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) in Martinsried bei München, mit dem EMBO Young Investigator Award ausgezeichnet. mehr

Für seine Arbeiten im Bereich der zellulären Mechanobiologie wird Carsten Grashoff, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) in Martinsried, mit dem Early Career Award der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina geehrt. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 30.000 Euro verbunden und wird von der Commerzbank-Stiftung gefördert. Grashoff wird die Auszeichnung im Rahmen der Leopoldina Jahresversammlung in Rostock am Freitag, den 19. September 2014, von Leopoldina-Präsident Prof. Dr. Jörg Hacker sowie Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Kuratoriumsmitglied der Commerzbank-Stiftung, entgegennehmen. mehr

Zellen in einem Organismus kommunizieren miteinander über Botenstoffe. Dies sind oftmals Proteine wie beispielsweise Hormone, die nach ihrer Produktion im Inneren der Zellen nach außen geschleust und an die Umgebung abgegeben werden. Wie genau dieser Exportvorgang aber im Einzelnen abläuft, ist bislang unklar. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) in München-Martinsried konnten nun sehr detailliert zeigen, wie die ‚Poststelle der Zelle‘ einige der Proteine zuordnet, die aus der Zelle befördert werden. „Der gefundene Mechanismus steuert die korrekte Sortierung der Proteine und ist somit essenziell für den menschlichen Organismus“, verdeutlicht Julia von Blume, Forschungsgruppenleiterin am MPIB. mehr

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