F-Ulrich Hartl wird mit dem Preis für "Biochemische Analytik" der DGKL ausgezeichnet

3. November 2013

Die Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) hat ihre höchst dotierte Auszeichnung dieses Jahr an F.- Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried bei München, verliehen. Das Forschungsgebiet des Wissenschaftlers, die Faltung von Proteinen, spielt auch bei Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson eine wichtige Rolle. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld von 50.000 Euro und wurde dem Preisträger am 23. Oktober auf der 10. Jahrestagung der Fachgesellschaft in Dresden überreicht.

 

Prof. Dr. F.-Ulrich Hartl

Der Preis für „Biochemische Analytik“ ehrt seit 40 Jahren Wissenschaftler, die unter Verwendung von analytischen Methoden wichtige Erkenntnisse gewonnen haben oder analytische Methoden weiterentwickeln. F.-Ulrich Hartl hat zusammen mit Arthur L. Horwich als erster Wissenschaftler eine Gruppe von Proteinen, sogenannte Chaperone, identifiziert und charakterisiert. Diese wichtigen molekularen Maschinen helfen anderen Proteinen sich korrekt in ihre dreidimensionale Struktur zu falten. Da die fehlerhafte Faltung von Proteinen auch eine Rolle bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson spielt, sind die Ergebnisse der Wissenschaftler auch medizinisch von Bedeutung. Diese Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Anwendung hob das Preisrichterkollegium, bestehend aus drei Mitgliedern des DGKL-Präsidiums, besonders hervor.

Die Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) entstand im Jahr 2003 aus der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie (DGKC) und der Deutschen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin (DGLM). 1100 Ärzte und Wissenschaftler sind Mitglied dieser Fachgesellschaft.

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