Susana Gonzalo - SEIEND

27. Juli 2021

Ausstellung vom 02.08.2021 bis 30.09.2021. Auf Grund der aktuellen Situation ist die Ausstellung nicht für externe Besucher zu besichtigen und ausschließlich für die Mitarbeiter:innen der Biochemie und Neurobiologie zugänglich.

 

SUSANA GONZALO zeigt nach 20+1 Jahren wieder ihre Werke in der Empfangshalle des Max-Planck-Instituts für Biochemie.

 

BILDER UND SKULPTUREN

Das Bild des Menschen hat die längste Tradition in der Kunst, da der eigene Körper das Zentrum eigener Welterfahrung ist. Unsere Weltanschauung ist am innigsten mit unserem menschlichen Dasein verbunden.

Deshalb ist es nicht überraschend, dass das Menschenbild seit dem Ursprung aller Künste in allen Völkern als Motiv zu finden ist.

Jeder Mensch ist einzigartig und entzieht sich bis auf elementare leibliche Empfindungen einer allgemeinen Beschreibung. Wir sind ein Produkt unserer Natur und nur darin finden wir die authentischen Freuden unserer Existenz wieder. Der heutige Wertverlust des Menschen schlich sich unaufhaltsam in alle Bereiche unserer Gesellschaft ein. Individuen und deren Beziehungen werden geregelt, standardisiert, kommerzialisiert, institutionalisiert und diese gewilligte Selbstentfremdung erweckt in mir den Bedarf mit meiner Arbeit entgegenzusteuern.

Die Acrylbilder entziehen sich einer programmatischen Beschreibung. Ich arbeite ohne Pinsel und bevorzuge Holzstäbe, manchmal abgebrochen oder ausgefranzt, gelegentlich auch Spachteln.

Die Rauheit dieser Werkzeuge ergibt Ungenauigkeiten und lässt Raum für den gesteuerten Zufall, womit die Vielfältigkeit im Ausdruck des Menschlichen besser zum Vorschein kommt.

Durch die gezielte Unschärfe sucht sie die persönlichen Empfindungen der Betrachter zu erwecken und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Natur anzuregen.

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