Peter Murray erhält den William-E.-Paul-Preis 2026

Die internationale „Cytokine and Interferon“-Gesellschaft ehrt den unabhängigen Gruppenleiter des Max-Planck-Instituts für Biochemie mit dem William-E.-Paul-Preis 2026 für herausragende Leistungen in der Zytokinforschung.

27. Mai 2026

Die „Cytokine Society“ ehrt Peter Murray, Leiter der unabhängigen Forschungsgruppe „Immunregulation“ am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, mit dem „2026 Cytokine Society–BioLegend William E. Paul Award for Excellence in Cytokine Research“. Mit dieser Auszeichnung wird eine Karriere gewürdigt, die das Verständnis der Beziehung zwischen Zytokinen, der Funktion von Immunzellen und dem Stoffwechsel in diesem Forschungsgebiet grundlegend verändert hat. Peter Murray hält die William E. Paul Award-Präsentation im Rahmen der Eröffnungssitzung der Konferenz „Cytokines 2026“ am Sonntag, dem 18. Oktober, in Glasgow, Großbritannien.

Peter Murrays Forschung hat die Immunologie in zwei zentralen Bereichen geprägt. Zum einen hat er die molekularen Grundlagen der entzündungshemmenden Wirkung von IL-10 aufgeklärt und zentrale Konzepte der Zytokin-Signalübertragung etabliert. Darüber hinaus erkannte er als einer der Ersten, dass Stoffwechselenzyme in Immunzellen weit mehr sind als bloße Aktivierungsmarker – eine Erkenntnis, die ihn zu einem Mitbegründer der Immunometabolik macht. Seine Arbeiten zur Rolle von Arginase-1 in Makrophagen sowie aktuelle Studien zur Unterdrückung der Ferroptose durch IL4i1 und IDO1 haben nicht nur neue Forschungsfelder erschlossen, sondern haben auch praktische Auswirkungen auf die Krebstherapie. Die große Bedeutung seiner Arbeit spiegelt sich in über 17.000 Zitationen seiner Leitlinien zur Makrophagenpolarisierung wider. Der William E. Paul Award 2026 verbindet Murrays Arbeit mit dem Vermächtnis von William Paul, dessen Labor als erstes das IL4i1-Gen identifizierte, das Murray später eingehend untersuchte.

Über den Preisträger

Peter Murray promovierte 1991 an der University of Melbourne in Australien. Im selben Jahr wurde er Postdoktorand am Whitehead Institute in Cambridge, USA. Ab 1998 forschte er am St. Jude’s Children’s Research Hospital in Memphis, Tennessee, USA. Im Jahr 2017 wechselte Murray an das Max-Planck-Institut für Biochemie und leitet dort die Forschungsgruppe „Immunregulation“. Seit 2018 ist Peter Murray Honorarprofessor an der Technischen Universität München. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten und wurde mehrere Jahre lang als „Highly Cited Researcher“ in seinem Fachgebiet gelistet.

Über den William-E.-Paul-Preis

Der „Cytokine Society–BioLegend William E. Paul Award for Excellence in Cytokine Research“ wird jährlich verliehen, um herausragende und nachhaltige Beiträge auf dem Gebiet der Zytokinbiologie zu würdigen. Der Preis ehrt das Vermächtnis von William E. Paul, einer der Gründer der modernen Immunologie. Weitere Informationen: www.cytokinesociety.org

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