Vernetzte Forschung

International und interdisziplinär

Kurze Wege auf dem Campus Martinsried-Großhadern erleichtern die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen. Bild: Luftbildverlag Bertram / Copyright: IZB GmbH
Kurze Wege auf dem Campus Martinsried-Großhadern erleichtern die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen. Bild: Luftbildverlag Bertram / Copyright: IZB GmbH [weniger]

Die Beantwortung komplexer wissenschaftlicher Fragestellungen setzt Knowhow aus verschiedenen Fachrichtungen voraus. Deshalb arbeiten am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) Biologen, Chemiker, Informatiker, Mediziner und Physiker Hand in Hand. Die Wissenschaftler kooperieren jedoch nicht nur mit Kollegen aus dem eigenen Haus. Sie sind auch national und international mit anderen Spitzenforschern vernetzt sowie in zahlreiche Kooperationen und Projekte mit universitären und außeruniversitären Einrichtungen eingebunden.

EU-weit kooperieren

Das MPIB verfügt über ein eigenes EU-Office, das die Forscher bei der Beantragung und Koordination großer EU-Projekte unterstützt. Eines dieser Projekte ist „PROSPECTS“ (Proteomics Specification in Time and Space) unter der Leitung von MPIB-Direktor Matthias Mann. Ziel des Projekts ist, die Proteom-Forschung weiter voranzubringen sowie neue Einblicke in die Funktion von Proteinen in der Zelle und ihre Veränderung bei Krankheiten zu ermöglichen.

Campus Martinsried

Auf dem Wissenschaftscampus in Martinsried erinnert heute nur noch wenig an die landwirtschaftlichen Flächen von einst und inzwischen gehört er zu den größten biowissenschaftlichen Forschungszentren weltweit. In unmittelbarer Nähe zum MPIB haben sich im Lauf der Jahrzehnte das Max-Planck-Institut für Neurobiologie, die Fakultäten für Biologie, Chemie und Pharmazie sowie das Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) angesiedelt.

Aus dem Labor in die Praxis

Auch wenn das MPIB Grundlagenforschung betreibt, finden die Ergebnisse immer wieder ihren Weg in die Anwendung: Jedes Jahr werden zahlreiche Patente angemeldet. Zudem waren Wissenschaftler des Instituts an der Gründung von bisher 24 Biotech-Firmen beteiligt. Die Forschung am MPIB trägt überdies wesentlich zur Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten bei – ein Beispiel ist das Krebsmedikament Sutent, das auf Erkenntnissen von MPIB-Direktor Axel Ullrich beruht.

 
Zur Redakteursansicht
loading content