Forschungsbereiche

Allgemeine Forschungsziele

Faszination Forschung
Faszination Forschung

Lebende Zellen sind hochkomplexe Gebilde, in denen eine Vielzahl von Molekülen zusammen arbeitet, damit unser Organismus funktioniert. Ohne Proteine (Eiweiße) wäre dies undenkbar: Sie koordinieren das Räderwerk der Zelle, indem sie die in den Genen enthaltenen Informationen in zelluläre Abläufe und Strukturen übersetzen. Proteine verleihen den Zellen ihre Gestalt und sie sind die Hauptakteure in allen Zellprozessen: sei es, indem sie Stoffe transportieren, Botschaften übermitteln oder als molekulare Maschinen lebenswichtige Prozesse durchführen.

Was aber entscheidet, welche Gene in Proteine übersetzt werden? Wie steuern Proteine hochkomplexe Zellprozesse und wie kommunizieren Zellen miteinander? Welche Kontrollmechanismen werden dabei wirksam und was geschieht bei Fehlern?

All dies sind Fragen, denen die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biochemie (MPIB) nachgehen. Um zu verstehen, nach welchen Regeln Zellen sich teilen, sich spezialisieren und ihre Aufgaben im Körper erfüllen, untersuchen sie die Struktur und die Funktion der beteiligten Moleküle. Die Größenskala der „Untersuchungsobjekte“ reicht dabei von einzelnen Molekülen über die Zelle bis hin zu ganzen Geweben und Organismen. Mit diesen Forschungsschwerpunkten ist das Institut in der Proteinforschung international führend, wobei seine klassischen Forschungsbereiche Struktur-, Zell- und Molekularbiologie sowie Biochemie sich zunehmend in Richtung strukturelle Biochemie, Systembiologie, Genetik und neue Bildgebungsmethoden entwickeln; auch die Bioinformatik spielt eine große Rolle.

Reges Treiben vor dem Eingangsbereich des MPIB bei Nacht.
Reges Treiben vor dem Eingangsbereich des MPIB bei Nacht.

Die biomedizinische Grundlagenforschung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, denn Störungen der zellulären Signalübertragung oder fehlerhafte Proteinstrukturen führen zu Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Alzheimer. Der tiefere Einblick in zelluläre Mechanismen und Strukturen hilft auch, die Entstehung dieser Krankheiten besser zu verstehen und neue Therapiestrategien zu entwickeln.

Für ihre Analysen verwenden die Forscher ein breites Spektrum hochmoderner Methoden, die teilweise direkt am MPIB entwickelt wurden. Die über Jahre gewachsene methodische Expertise ist eine besondere Stärke des MPIB. Insbesondere neue Methoden in der Mikroskopie sowie der Massenspektrometrie bieten den Forschern einzigartige Möglichkeiten, Einblicke in Zellen zu gewinnen.

 
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