Aktuelle Pressemitteilungen

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Bayerischer Maximiliansorden für Dieter Oesterhelt

28. November 2016
Dieter Oesterhelt, Emeritus am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried wird mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst geehrt. Die höchste Auszeichnung des Freistaates Bayern erhält er für seine hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen. Er entdeckte das lichtempfindliche Bacteriorhodopsin. Diese Entdeckung und die Entschlüsselung seiner Funktionsweise war einer der entscheidenden Wegbereiter für das heutige Forschungsfeld der Optogenetik und Grundlage für weitere Anwendungen. „Ich freue mich sehr darüber, dass die jahrzehntelange harte Arbeit in der Wissenschaft mit vielen hochmotivierten Mitarbeitern und Kollegen seine Anerkennung findet“, so Oesterhelt. Krankheitsbedingt kann er leider an der Verleihung des Maximiliansorden am 28. November 2016 nicht teilnehmen. [mehr]
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„Heisenberg“ und „Plus 3“ Stipendium für Julia von Blume

17. November 2016
Julia von Blume erhält für 5 Jahre das Heisenberg Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und das mit 900 000 Euro dotierte Perspektiven-Programm „Plus 3“ der Boehringer Ingelheim Stiftung. Die begehrten Programme unterstützen hochkarätige Wissenschaftler auf ihrem Weg zu einer Professur. [mehr]
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Stefan Jentsch, 1955-2016

2. November 2016
Die Mitarbeiter des Max-Planck-Institutes (MPI) für Biochemie in Martinsried trauern um ihren Direktor Prof. Dr. Stefan Jentsch. Der Zellbiologe ist am 29. Oktober unerwartet im Alter von 61 Jahren verstorben. In Anerkennung für seine fundamentalen Beiträge zur Regulation zellulärer Prozesse durch das Protein Ubiquitin erhielt er unter anderem auch den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. „Mit Stefan Jentsch verlieren wir nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler, sondern auch einen wunderbaren Kollegen“, so Petra Schwille, geschäftsführende Direktorin am MPI für Biochemie. „Sein viel zu früher Tod hinterlässt im Institut und in der Forschungsgemeinschaft eine tiefe Lücke“. [mehr]
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DNA-Replikation – Mach mal ’ne Pause

5. Oktober 2016
Bevor sich eine Zelle teilt, muss sie zunächst ein richtiges Großprojekt bewältigen: Das komplette Erbgut wird verdoppelt, damit nach der Zellteilung beide Tochterzellen mit jeweils einer Kopie ausgestattet sind. Da Fehler bei dieser DNA-Replikation den Zelltod bedeuten können, wird der Vorgang besonders streng kontrolliert. Die Zelle teilt ihn in zwei Phasen auf. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried zeigen nun im Fachjournal Cell Reports, dass diese beiden Phasen strikt durch Pausen voneinander getrennt sind und so Fehler bei der DNA-Verdopplung verhindert werden. [mehr]
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Der Schneidermeister der Zellen

4. Oktober 2016
Die sogenannte Hollidaystruktur hat nichts mit Urlaub oder Ferien zu tun, sondern bezeichnet ein komplexes Überkreuzen von ähnlichen DNA-Strängen. Die von dem Forscher Robin Holliday in den 60iger Jahren entdeckte Struktur der Erbinformation entsteht bei DNA-Reparaturprozessen in unseren Zellen, oder bei der Bildung von Ei- und Samenzellen, wenn väterliche und mütterliche Erbinformation neu kombiniert werden. Wie das Journal eLife jetzt berichtet, haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried den Aufbau des Proteins GEN1 entschlüsselt, das diese Überkreuzung wieder lösen kann und wie ein molekularer Schneidermeister, die DNA sehr präzise an der richtigen Stelle schneidet, damit sie wieder korrekt zusammengefügt werden kann. [mehr]
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Das Bakterium Halomonas und die RMS Titanic

8. September 2016
Die Rostproduzierende Bakteriengattung Halomonas wird die gesunkene RMS Titanic bis 2030 vollständig zerstört haben. Wie das salztolerante Bakterium in seiner extremen Umgebung überleben kann, hat Dieter Oesterhelt, Emeritus am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München, zusammen mit Forschern des Institut Laue-Langevin, dem Institut de Biologie Structurale in Grenoble, Frankreich und dem Biotechnologieunternehmen Bitop untersucht. Halomonas-Mikroorganismen reichern eine hohe Konzentration des Moleküls Ectoin an. So können die schwankenden Salzkonzentrationen in der Umgebung ausgeglichen werden. Für die Untersuchungen  wurden spezielle Neutronenstreuexperimente entwickelt. Es wurde gezeigt, das Ectoin in den Mikrobenzellen die dynamischen Eigenschaften von Wasser verbessert, die für Lebensprozesse entscheidend sind. Ectoin hat damit indirekt einen stabilisierenden Effekt auf Proteine und Membranen in den Zellen. [mehr]
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Ernst-Schering Preis für F.-Ulrich Hartl

6. September 2016
Die Schering Stiftung zeichnet F.-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, für seine herausragenden Forschungsarbeiten zur Rolle der Chaperone bei der Proteinfaltung in der lebenden Zelle aus. Der mit 50.000 Euro dotierte Ernst Schering Preis ist einer der renommiertesten deutschen Wissenschaftspreise. Professor Sies, der auf der Preisverleihung die Laudatio halten wird, sagt über Hartls Arbeit: „Ulrich Hartls herausragende Forschungsleistung verdient höchste Anerkennung. Sie verbindet grundlegende neue Erkenntnisse über die Homöostase korrekt gefalteter Proteine mit neuen Perspektiven zu Entstehung und Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen, die zu innovativen Therapieansätzen führen können.“ Die festliche Preisverleihung findet am 26. September 2016 in Berlin statt. Erst vor wenigen Wochen wurde ihm zusammen mit Arthur L. Horwich und Susan Lee Lindquist der Albany Medical Center-Preis, einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise der USA zuerkannt. [mehr]
 
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