Pressemitteilungen 2016

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Ernst-Schering Preis für F.-Ulrich Hartl

6. September 2016
Die Schering Stiftung zeichnet F.-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, für seine herausragenden Forschungsarbeiten zur Rolle der Chaperone bei der Proteinfaltung in der lebenden Zelle aus. Der mit 50.000 Euro dotierte Ernst Schering Preis ist einer der renommiertesten deutschen Wissenschaftspreise. Professor Sies, der auf der Preisverleihung die Laudatio halten wird, sagt über Hartls Arbeit: „Ulrich Hartls herausragende Forschungsleistung verdient höchste Anerkennung. Sie verbindet grundlegende neue Erkenntnisse über die Homöostase korrekt gefalteter Proteine mit neuen Perspektiven zu Entstehung und Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen, die zu innovativen Therapieansätzen führen können.“ Die festliche Preisverleihung findet am 26. September 2016 in Berlin statt. Erst vor wenigen Wochen wurde ihm zusammen mit Arthur L. Horwich und Susan Lee Lindquist der Albany Medical Center-Preis, einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise der USA zuerkannt. [mehr]
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Neues Molekül im Räderwerk der Zelle

5. September 2016
Gewebe bestehen aus einer Vielzahl von Zellen und ihrem umgebenden Bindegewebe. Während der Embryonalentwicklung, der Wundheilung oder auch bei dem Streuen von Tumorzellen bewegen sich Zellen durch das Gewebe. Wie sie dies tun, ist eine Frage von höchstem wissenschaftlichem und medizinischem Interesse. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben jetzt ein neues Molekül ausfindig gemacht, das die Geschwindigkeit der Zellwanderung regulieren kann. Aktiviertes Kank2, das neu entdeckte Protein, drosselt die Kraftübertragung zwischen Zelle und Bindegewebsfasern. Die Zelle findet dadurch auf ihrem Grund weniger Haftung und kann sich nur noch langsam fortbewegen. [mehr]
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Albany Medical Center-Preis für F.-Ulrich Hartl

3. August 2016
F.-Ulrich Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München, erhält dieses Jahr zusammen mit Arthur L. Horwich und Susan Lee Lindquist den Albany Medical Center-Preis. Der Medizin- und Forscherpreis ist mit 500 000 US-Dollar (450 000 Euro) dotiert und gehört zu den renommiertesten Wissenschaftspreisen der USA. Die drei Wissenschaftler werden für ihre bahnbrechende Pionierarbeit in der Erforschung der Mechanismen der Proteinfaltung geehrt. Der Preis wird den Wissenschaftlern am 28. September in Albany im Bundesstaat New York, USA verliehen. [mehr]
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Perseus übersetzt Proteomik-Daten

25. Juli 2016
Sprechen Sie -omik? Wenn nicht, kann Ihnen Perseus helfen. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried haben die kostenfreie Software-Plattform ‒ www.perseus-framework.org für Anwender von Hochdurchsatzverfahren wie der Massenspektrometrie entwickelt, um die biologischen Rohdaten in relevante Ergebnisse zu übersetzen. Wie aktuell in Nature Methods berichtet, lassen sich hier molekulare Signaturen aus Zellen, Geweben und Körperflüssigkeiten auch ohne bioinformatisches Training identifizieren und charakterisieren. Perseus ist auf proteomische Studien ausgerichtet, hat sich aber auch bei anderen molekularen Studien bewährt und wird entsprechend erweitert werden. [mehr]
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Die Batteriefächer der 26S-Protein-Recyclinganlage

27. Juni 2016
Der Abbau von Proteinen und die Wiederverwendung Ihrer Grundbausteine ist ein überlebenswichtiger Prozess in Zellen. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen jetzt im Fachjournal PNAS die detaillierte Struktur der menschlichen Protein-Recyclinganlage, dem sogenannten 26S Proteasom, in fast atomarer Auflösung. Dies ermöglichte es den  Wissenschaftlern unter anderem energieliefernde Moleküle am 26S Proteasom zu untersuchen, die notwendig sind, damit das Proteasom arbeitet. Das Wissen über den genauen Aufbau bietet die Grundlage zur Entwicklung von Medikamenten für die Krebstherapie und gegen neurodegenerative Krankheiten.   [mehr]
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MPIB-Wissenschaflterin wird neues EMBO-Mitglied

23. Mai 2016
Die European Molecular Biology Organization, EMBO hat heute Manajit Hayer-Hartl, als eines neben 57 weiteren neuen Mitgliedern der Organisation, vorgestellt. Die neuen Mitglieder kommen aus 18 verschiedenen Ländern. Hayer-Hartl leitet die Forschungsgruppe „Chaperonin-vermittelte Proteinfaltung“ am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. EMBO steht für Spitzenforschung im Bereich der Lebenswissenschaften in Europa und weltweit. Neue Mitglieder werden ausschließlich von den EMBO-Mitgliedern und assozierten Mitgliedern vorgeschlagen und gewählt. [mehr]
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Proteine für den Export – zelluläre Poststelle 

9. Mai 2016
Proteine übernehmen innerhalb und außerhalb von Zellen, wie kleine Maschinen, bestimmte Aufgaben. COMP und LysC zum Beispiel sind in Zellzwischenräumen aktiv. Doch wie kommen diese Proteine nach ihrer Produktion im Zellinneren zu ihrem Einsatzgort? Julia von Blume, Leiterin der Forschungsgruppe „Molekulare Grundlagen des Proteintransports“ am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried konnte jetzt zeigen, dass in speziellen Abteilung der zellulären Postzentrale, dem Golgi-Apparat, Kalzium und das Transportprotein Cab45 eine zentrale Rolle spielen. Durch das einströmende Kalziumsignal in den Golgi-Apparat ändert Cab45 seine Form, lagert sich zusammen und tritt nur mit Proteinen in Kontakt, die außerhalb der Zelle Ihre Arbeit verrichten – ein zentraler Baustein im bisher unbekannten Sortiermechanismus der zellulären „Exportabteilung“. [mehr]
 
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