Leiterin der Forschungsgruppe

Dr. Zuzana Storchova
Dr. Zuzana Storchova

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Was sind die Ursachen und Konsequenzen von Chromosommissegregation?

Forschungsgruppe „Genomstabilität" (Zuzana Storchova)  

In der Zelle ist die DNA in Chromosomen verpackt, die jeweils doppelt vorliegen. Bei der Zellteilung müssen alle Chromosomen kopiert und korrekt auf die Tochterzellen verteilt werden. Treten dabei Fehler auf, können zu viele oder zu wenige Chromosomen in die Tochterzellen gelangen. Zuzana Storchova und ihre Forschungsgruppe „Genomstabilität“ wollen entschlüsseln, wie sich einzelne Extra-Chromosomen oder erhöhte Chromosomensätze auf das Gleichgewicht der Zelle auswirken. Mittels High-Tech-Mikroskopie können sie die Verteilung der Chromosomen bei der Zellteilung direkt und live beobachten sowie fehlerhaft ausgestattete Zelle weiterverfolgen. Die Wissenschaftler nutzen auch die Methode „chromosome paint“, mit der sie Chromosomen durch Fluoreszenzfarbstoffe sichtbar machen. Auf der Abbildung ist ein Chromosomensatz gezeigt, der das Chromosom Nr. 5 (hellblau) vier Mal enthält. Solche überzähligen Chromosomen können sich negativ als auch positiv auswirken. Da die Zelle deren genetische Information nicht unbedingt braucht, kann der Körper an ihnen schnell neue Genvarianten testen. Diese Veränderungen können einer Art helfen, sich evolutionär weiterzuentwickeln. Andererseits ist eine veränderte Chromosomenzahl auch charakteristisch für Krebszellen. In Hefezellen haben die Forscher schon einige Gene identifiziert, die das Überleben trotz überzähliger Chromosomensätze sichern. Sollten diese Gene auch in menschlichen Tumoren auftreten, könnten sie ein wichtiger Angriffspunkt für die Krebstherapie sein.

 
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