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Leibniz-Preisträger Matthias Mann
zur Sendung

IQ - Wissenschaft und Forschung 

Matthias Mann im Interview

Hoffnung auf bessere Therapien und Medikamente mit weniger Nebenwirkungen. Das Geheimnis der Proteine – Auszeichnung für Biochemiker Matthias Mann

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Der Code-Knacker

Matthias Mann ist auf der Jagd nach Molekülen: Er erforscht die Proteinmuster unserer Zellen. Seine Erkenntnisse helfen zum Beispiel, Krebs besser zu erkennen. Dafür wird der Forscher aus Martinsried mit Preisen überhäuft.

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Über uns

Als Mitbegründer der Proteomics ist unsere Abteilung nun eine der führenden Forschungsgruppen in diesem Gebiet, das sich mit der Identifizierung und Quantifizierung der Gesamtheit der Eiweißstoffe (Proteine) in verschiedenen Zellzuständen beschäftigt. Da die Proteine die eigentlichen Funktionsträger der Zelle sind, kann die Proteomics sehr breit in der Biologie und in der Medizin eingesetzt werden. Im Zentrum steht die Massenspektrometrie (MS), die wir im Zusammenhang mit effizienterer Probenvorbereitung, Chromatographie und neuen bioinformatischen Ansätzen zur Datenanalyse ständig weiterentwickeln. Diese Methoden finden in diversen biologischen Projekten innerhalb unserer Gruppe sowie in strategischen Kollaborationsprojekten Anwendung.

 

Einen Eindruck von der Bedeutung der Proteomics gibt die Tatsache, dass unsere Gruppe laut dem Institute for Scientific Information zu einer der weltweit meist zitierten geworden ist.

 

Highlights aus unserer Forschung der letzten Jahre waren entscheidende Verbesserungen in der Probenvorbeitung (Wisniewski et al. Nature Methods 2009), ebenso wie in der bioinformatischen Datenanalyse, die in die Software MaxQuant einfließen (Cox and Mann, Nature Biotechnology, 2008). Dank dieser Fortschritte konnte das Proteom des Modelorganismus Hefe als erstes vollständiges Proteom überhaupt identifiziert und quantfiziert werden (de Godoy et al. Nature 2008). Der Bereich Proteomics ist auf dem Weg, eine ebenso weitreichende Bedeutung erlangen, wie sie schon den neuen Technologien der Genomics zukommt (Cox and Mann, Cell, 2007). Einzig durch Proteomics Studien lassen sich jedoch auch qualitative sowie quantitative Aussagen über post-translationale Modifikationen von Proteinen treffen, die für die biologische Aktivität oft entscheidend sind. In unserer Gruppe wurden verschiedene Studien zu Phosphorylierungen (Olsen et al. Cell, 2006), Acetylierungen (Choudhary et al. Science 2009) und Glycosylierungen (Zielinska et al. Cell 2010) von Proteinen des menschlichen Proteoms durchgeführt, jeweils im Maßstab mehrerer tausend Modifikationen.

 

Die Abteilung für Proteomics und Signal Transduktion wurde im Juli 2005 gegründet und umfasst zur Zeit ungefähr 45 Mitarbeiter aus 12 verschiedenen Ländern, wobei Englisch die Arbeitssprache ist. Die Leitung der Arbeitsgruppe obliegt Prof. Matthias Mann, der zuvor bereits am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und an der University of Southern Denmark (SDU) als Direktor des Center for Experimental BioInformatics (CEBI) tätig war. Matthias Mann ist darüber hinaus mit dem NNF Center for Protein Research (University of Copenhagen) affiliiert.

 

Studentinnen und Studenten, die sich für eine Doktorarbeit interessieren, sollten sich bevorzugt über die International Max Planck Research School (IMPRS - http://www.imprs-ls.de/) bewerben. Anfragen bezüglich Postdoktoranden-Stellen können direkt gesendet werden, wobei jedoch die Bewerbung um ein Stipendium generell empfohlen wird. Wir sind besonders an motivierten Wissenschaftlern interessiert, die ihre Qualifikation bereits mit Publikationen dokumentieren können. In erfolgreichen Projekten werden oft die Proteomics Technologien unserer Arbeitsgruppe auf schon vertretene oder neue biologische Fachgebiete angewendet.

 

 
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